
Bild: deviantart
...
Papierblumen unter deinen Füßen.
Sie rascheln milde unter deinen Sohlen.
Du trittst auf meine Träume, die bittersüßen,
Die ich ausgeweint im Schlaf, unter deinen Küssen.
Das, was das Papier schweigt, liegt purpurn dir auf die Lider.
Die Herbstbäume streifen von sich die alten Kleider ab.
Die Sonne gleitet über die Schlummerfelder langsam nieder,
Um sich zu betten. Laub welkt im Blütenschoß der Silberflieder.
Rubinenschwer sinken Wolken taumelnd über die entblößten Kronen,
So als würde sich der Himmel für die enthüllte Erdenbrust schämen.
Dein Blick bleibt leer und streift teilnahmslos das Naturschauspiel.
Aus meinen Fingern gleitet nieder, der gilbe Chrisanthemenstiel.
…
p.s. nicht autobiographisch. Mein Dank an Max Richter für die wunderschöne inspirierende Musik und AyameFataru für das ergänzende Bild dazu.